Zulassung und Richtlinien für Stahl-Auffangwannen

Allgemein, Auffangwannen, Lagertechnik

Beim Kauf einer neuen Auffangwanne muss man sich über meher Dinge Gedanken machen, als nur Größe und Preis. Insbesondere spielen die Zulassung eine große Rolle, also für welche Gefahrstoffe sind die Stahl-Auffangwannen zugelassen, und darüber welche Richtlinien müssen die Auffangwannen erfüllen, damit sie in Deutschland verwendet werden dürfen? Gerade wenn man Auffangwannen aus dem Ausland kauft oder dort anfertigen lässt, muss man unbedingt darauf achten, dass alle hier notwendigen Vorgaben, Richtlinien und Prüfungen erfülltwerden, da sonst im Zweifel die Nutzungin Deutschland nicht erlaubt ist bzw. die gesetzlichen Auflagen nicht erfüllt.

Auffangwannen aus  Stahl sind in der Regel zugelassen für Gefahrstoffe der Klassen F / F+ und WGK 1-3

Die klassischen Auffangwannen aus normalem Stahl, wie sie seit vielen Jahren und Jahrzehnten im Gebrauch sind, sind für zahlreiche Gefahrstoffe und Gefahrstoffklassen zugelassen, sowohl für entzündbare Flüssigkeiten der Gefahrstoffklassen Gefahrensymbolen F / F+ (entsprechend den GHS-Kategorien 1-3) wie auch für gewässergefährdende Flüssigkeiten der Wassergefährdungsklasse WGK 1-3 (GHS-Kategorien 1-4). Für die Lagerung aggressiver Säuren und Laugen sind die Stahl-Auffangwannen dahingegen nicht geeignet. Die Säuren und Laugen sorgen für eine starke Korrosion und die Auffangwannen würden zersetzt. Möchte man auf die Vorteile von Stahl-Auffangwannen nicht verzichten, kommen dann entweder Modelle aus Edelstahl zum Einsatz, oder alternativ greift man zu Stahl-Auffangwannen mit einem PE-Einsatz. Genauso können aggressive Säuren und Laugen in Kunststoff-Auffangwannen gelagert werden.

Konformität von Stahl-Auffangwannen mit der StawaR

Die  wichtigste Richtlinie für Stahl-Auffangwannen mit zahlreichen Vorgaben zur Konstruktion ist die Stahlwannenrichtlinie, kurz StawaR, des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt). Die darin enthaltenen Vorgaben sind zwar teilweise sehr allgemein gehalten sind und gelten direkt nur für Auffangwannen aus Stahl mit einem Auffangvolumen mit einem Auffangvolumen von bis zu 1000 Litern, dennoch stellen sie das wichtigste Regelwerk dar, nachdem Stahlwannen gebaut werden müssen und auf das man beim Kauf unbedingt achten sollte. Die Vorgaben in der Stahlwannenrichtlinie sollen dabei sicherstellen, dass darauf gelagerte wassergefährdende Stoffe sicher und im Fall einer Leckage zuverlässig durch die Auffangwanne zurückgehalten wird. Die Konformität einer Stahl-Auffangwanne wird mit durch ein entsprechendes Prüfsiegel vom DIBt bestätigt und muss für eine rechtskonforme Nutzung der Auffangwannen zwingend vorhanden sein.

Alexander Kipp
Vom Team des Lagertechnik Profishop