Stahlwannenrichtlinie StawaR – die wichtigste Vorgabe für Auffangwannen
Auch wenn Kunststoff-Auffangwannen in Deutschland zunehmend an Beliebtheit gewinnen, die klassischen Stahl-Auffangwannen sind nach wie vor eine gerne gewählte Option für die Lagerung von wassergefährenden Stoffen. Zahlreiche Regularien und Gesetze gelten für Stahl-Auffangwannen, die nicht nur Vorgaben zur Konstruktion der Auffangwanenn machen, sondern auch konkrete Aussagen zu den notwendigen Prüfungen, dem Handling und vielem mehr beinhalten. Die bekannteste und vielleicht auch wichtigste Richtlinie für Auffangwannen ist dabei die Stahlwannenrichtlinie – kurz StawaR – die für sämtliche Stahl-Auffangwannen maßgeblich ist und auch als Basis für Kunststoff-Auffangwannen herangezogen wird. Wir erläutern heute, warum die StawaR für Auffangwannen so eine große Bedeutung hat und was die zentralen Aussagen der Stahlwannenrichtlinie sind.
StawaR gilt für alle Stahl-Auffangwannen mit Volumen bis 1000 Litern Volumen
Die Stahlwannen-Richtlinie gilt deutschlandweit für alle Auffangwannen aus Stahl, die ein Volumen von bis zu 1000 Litern haben und damit für die Mehrheit der in Unternehmen eingesetzten Auffangwannen. Die Richtlinie enthält die technischen Baubestimmungen für Stahl-Auffangwannen und wird vom Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) herausgegeben. Die in der StawaR enthaltenen Vorgaben sollen dabei sicherstellen, dass auf den Auffangwannen gelagerte Gefahrstoffe auch im Fall einer Leckage des Primärbehälters zuverlässig durch die Auffangwanne zurückgehalten werden.
StawaR hat Relevanz für Hersteller und Nutzer von Auffangwannen

Da die Stahlwannenrichtlinie eine Reihe von Aussagen zur Konstruktion von Stahl-Auffangwannen macht, ist diese besonders für die Hersteller von Stahl-Auffangwannen von Bedeutung, denn sie müssen sich bei der Produktion an diese Richtlinien halen. Nur wenn die Stahlwannenrichtlinie eingehalten wir, bekommt die Auffangwanne das sog. Übereinstimmungszeichen (das Ü-Symbol) vom DIBt (neu konstruierte Auffangwannen werden entsprechend vom DIBt geprüft). Neben verschiedenen technischen Angaben werden auch Vorgaben zum Fertigungsprozess von Stahl-Auffangwanne gemacht – wie bspw., dass diese dichtgeschweißt sein müssen. Auch wenn die StawaR primär für Auffangwannen bis 1000 Liter Auffangvolumen ausgerichtet ist, kann man diese ebenso als Richtlinie für größere Stahl-Auffangwannen sehen.
Neben den Herstellern ist die StawaR zudem für die Nutzer von Stahl-Auffangwannen von großer Bedeutung, denn nur Auffangwannen mit dem sogenannten Ü-Symbol dürfen in Deutschland verwendet werden, die der StawaR entsprechen (was durch das Übereinstimmungszeichen signalisiert wird). Diese Vorgabe gilt nicht nur für Stahl-Auffangwannen, sondern auch Kunststoff- und PE-Auffangwannen müssen entsprechend zugelassen sein bzw. durch eine Überprüfung über ein Ü-Symbol verfügen.
Den kompletten Text der Stahlwannenrichtlinie StawaR mit allen Vorgaben kann man direkt DIBt als PDF herunterladen: Stawar (PDF-Datei, 60KB).
Viele Grüße,
Alexander Kipp
Vom Lagertechnik Profishop