Die wichtigsten Punkte aus dem Wasserhaushaltsgesetz WHG

Allgemein, Auffangwannen, Lagertechnik, Vorschriften & Gesetze

Das WHG (Wasserhaushaltsgesetz) gehört zu den wichtigsten Regelwerken, wenn es um die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen geht. Auch beim Kauf von Auffangwannen, auf denen die entsprechenden Gefahrstoffe gelagert werden, ist das WHG daher ein Gesetz von großer Bedeutung. Gleichzeitig wissen die wenigsten konkret, was im WHG überhaupt geregelt ist und was dort inhaltlich ausgeführt wird. Entsprechend beleuchtet der heutige Beitrag einie Details des WHG im Hinblick auf die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen in Unternehmen.

Wasserhaushaltsgesetz – neben VaWS & StawaR das wichtigste Gesetz für die Lagertechnik

Neben der Stahlwannenrichtlinie (StawaR) und den VaWS gehört das Wasserhaushaltsgesetz WHG zu den Vorschriften, die im Zusammenhang mit der Nutzung von Auffangwannen für die Lagerung wassergefährdender Stoffe unbedingt beachtet und eingehalten werden müssen. Das WHG hat im Unternehmensalltag weitreichende Auswirkungen für die Nutzung von Auffangwannen, so das so gut wie jedes Unternehmen tagtäglich direkt oder indirekt mit dem WHG bzw. dessen dort festgelegten Regeln konfrontiert wird. Im WHG wird der Umgang mit wassergefährdenden Stoffen genau geregelt, auch werden die verschiedenen Gefahrstoffe in Wassergefährdungsklassen (WGK 1 bis WGK 3) eingeteilt. Der im WHG definierte „Umgang“ bezeichnet dabei nicht nur den Einsatz der Gefahrstoffe in der Produktion, sondern auch die Lagerung, das Umfüllen, Abfüllen oder Herstellen ist im Begriff Umgang eingeschlossen.

WHG soll Gewässer aller Art schützen

Das primäre Ziel des Wasserhaushaltgesetz ist der Gewässerschutz. Vom WHG werden oberirdische Gewässer, Grundwasser und Küstengewässer erfasst und geschütz. Bei der Nutzung von Auffangwannen ist besonders der Abschnitt 3 (Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) des WHG von Bedeutung, denn hier werden allgemeine Sorgfaltspflichten beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen erläutern und ebenso konkrete Handlungsvorgaben gemacht. Diese werden durch die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (kurz VaWS) weiter detailliert und konkretisiert.

Stahl-Auffangwanne nach WHG
Die Stahl-Auffangwanne vom TYP WM erfüllt die Vorgaben vom WHG

Handlungsvorgaben und Richtlinien für Auffangwannen sind Teil des WHG

Neben den Vorgaben und Verhaltensweisen und Handlungen sind auch die Lagerbehälter und Auffangwannen Teil des WHG. So wird in § 63 WHG bspw. festgelegt, dass Auffangwannen so beschaffen sein müssen, dass  Gewässer keinen Schaden durch den Umgang mit Gefahrstoffen nehmen dürfen und entsprechende Auffangwannen nach dem WHG genutzt werden müssen. Gleichzeitig in demselbten Paragraphen des WHG geregelt, dass nur solche Auffangwannen genutzt werden dürfen, die eine entsprechende Zulassung vorweisen. Für Deutschland bedeutet dies, dass Auffangwannen mit einer Zulassung vom DIBT (bspw. mit Übereinstimmung nach StawaR) nach dem Wasserhaushaltsgesetz verwendet werden dürfen bzw. müssen. Häufig spricht man auch von WHG-konformen Auffangwannen oder Auffangwannen nach WHG. Bei Auffangwannen ohne Zulassung ist der § 63 vom WHG dahingegen nicht erfüllt, so dass von einer Nutzung derartiger Auffangwannen abzusehen ist.

Das Wasserhaushaltsgesetz WHG – neben der StawaR und den VaWS eines der wichtigsten Regelwerke, wenn man wassergefährdende Stoffe im Unternehmen einsetzt, lagert, umfüllt oder transportiert.

Viele Grüße,
Alexander Kipp
Vom Team des Lagertechnik Profishop