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Stahl – robust, langlebig und gut zu verarbeiten

Stahl allgemein hat sich in so gut wie allen Bereichen der Wirtschaft als einer der Hauptmaterialien durchgesetzt. Hauptbestandteil aller Stahlsorten ist dabei Eisen und ist in der einfachen Form bereits in der Antike bekannt gewesen. Dieser Stahl aus der Antike hat mit dem modernen Werkstoff Stahl, der auch bei den Auffangwannen zu Einsatz kommt, nicht mehr viel gemein. 

Die für Auffangwannen verwendeten Stahl-Sorten

Heute kommt nur Stahl nach ganz bestimmten Ausführungen für den Bau von Auffangwannen zu Einsatz (geregelt in der Stahlwannen-Richtlinie StawaR): Stähle nach DIN EN 10025-2 (die sogenannten unlegierten Baustähle) und DIN EN 10028-1 (die sog. Flacherzeugnisse aus Druckbehälterstählen) werden für die normalen Stahl-Auffangwannen eingesetzt. Beide Stahl-Sorten sind allerdings anfällig für Korrosion und werden daher in den Auffangwannen nur mit einer Mindest-Wandstärke von 3mm genutzt und sind gleichzeitig mit einem Oberflächenschutz zu versehen (in der Regel durch Verzinken, Lackieren oder Pulverbeschichten).

Bei den Edelstahl-Auffangwannen kommt Stahl zum Einsatz, der nach DIN 10088-2 gefertigt wurde. Aufgrund der Resistenz gegenüber Korrosion ist hier eine minimale Wandstärke von 2mm vorgesehen, außerdem kann hier von einer Oberflächenbehandlung abgesehen werden, da Edelstahl materialbedingt nicht bzw. nur sehr wenig korrodiert.

Bearbeitung der Stähle - Kaltumformen & Schweißen

Für die Herstellung der Auffangwannen kommen zahlreiche und etablierte Stahlbearbeitungstechniken zum Einsatz – die gängigsten sind dabei das Kaltumformen und auch das Schweißen (Gerade bei großen Stahl-Auffangwannen sind manchmal einzelne Teil zu verschweißen – ein Verschrauben von Teilen Auffangwannen unterhalb des höchsten Flüssigkeitsspiegels ist nicht zulässig). Mit diesen Techniken kann man sehr enge Maßtoleranzen erreichen und gleichzeitig die hohe Festigkeit des Materials der Auffangwanne erhalten.

Stahl - Ökonomisch und sehr gut recyclebar

Neben der guten Verarbeitbarkeit spielen die Ökonomie und die Ökologie von Stahl eine wichtige Rolle. Ein vergleichsweise günstiger Preis von Bau- und Kesselstahl bietet die Basis für die günstigen Stahl-Auffangwannen. Auffangwannen aus Edelstahl sind dahingegen schon etwas teurer, zeichnen sich aber durch eine noch flexiblere Verwendung aus (bspw. auch im Lebensmittelbereich) und sind noch langlebiger als die Pendants aus normalem Stahl.

Aus ökologischer Perspektive sind Stahl-Auffangwannen ebenfalls für Mensch und Tier unproblematisch. Da Stahl zum Großteil aus Eisen besteht und das Eisen für die Umwelt nicht giftig ist, ist auch Stahl in der Regel ohne Probleme oder viel Aufwand zu entsorgen. Im Zuge der Wertstoffnutzung und des Recycling wird Stahl heute aber in den seltensten Fällen wirklich entsorgt, denn zu Stahl lässt sich sehr gut wiederverwenden. Durch ein erneutes Einschmelzen kann aus alten Stahl oder Stahlschrott neuer Stahl gewonnen werden und das erklärt auch, warum Stahl der weltweit am häufigsten wiederverwendete Roh- und Werkstoff der Industrie ist: Teilweise wird über 90% des Stahlschrottes recycelt, über das gesamte Spektrum betrachtet hat Stahl mit 70% Wiederverwertungsquote immer noch einen sehr hohen Anteil am Wertstoffkreislauf. Da Stahl beim Recycling seine Eigenschaften nicht ändert, steht einer (beliebig) häufigen Wiederverwendung von Stahl nichts im Wege.

Welche Vorschriften und Regeln bei der Konstruktion von Stahl-Auffangwannen eingehalten werden müsssen, werden in der StawaR (Stahlwannen-Richtlinie) vom DIBt erläutert. Hier finden Sie einen Überblick wichtiger Vorschriften für Auffangwannen nach der StawaR.

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