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Prüfung von Auffangwannen

Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) ist im Rahmen der Lagerung von wassergefährdenden Stoffen das wichtigste Gesetz und regelt nicht nur die Mindestgröße von Auffangwannen, sondern enthält auch Vorschriften zur regelmäßigen Prüfung von Auffangwannen. Sowohl Stahl-Auffangwannen, aber auch Modelle aus Kunststoff unterliegen dabei den gleichen Prüfungsvorgaben. Diese sind zeitlich und vom Umfang her gestaffelt und reichen von ständigen Obliegenheiten bis hin zeitlich wiederkehrenden Prüfungsaufgaben (jährlich oder alle zwei Jahre).

Auffangwannen - eine regelmäßige Prüfung ist Pflicht

Nach dem Wasserhaushaltsgesetz müssen Auffangwannen, egal aus welchem Werkstoff sie gefertigt sind, kontinuierlichen Maßnahmen und regeläßigen Prüfungen unterzogen werden, um jederzeit eine maximale Sicherheit zu gewährleisten und Schäden für die Umwelt und Mitarbeiter vorzubeugen bzw. den Umfang der Schäden zu minimieren. Diese notwendigen Prüfungen sind zeitlich gestaffelt und reichen von kontinuierlichen Prüfungsobliegenheiten über wöchentliche Prüfungsaufgaben bis hin zu jährlichen oder zweijährlichen Prüfungen, für die dann sogar zertifizierte Fachbetriebe herangezogen werden müssen, um die Prüfung durchzuführen.

Für Auffangwannen aus Stahl, Kunststoff, Edelstahl und GFK

Das Material spielt bei den Prüfungspflichten keine Rolle. Entsprechend müssen Stahl-Auffangwannen, Kunststoff-Modelle, Edehlstahwannen und ebenso die Ausführungen aus GFK den nachfolgend beschriebenen Prüfungsroutinen unterzogen werden, damit Schäden für die Umwelt und Mitarbeiter mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit vermieden werden. Grob kann man die  Prüfung in drei unterschiedliche Bereiche unterscheiden:

  • Regelmäßige Prüfung
  • Wöchentliche Prüfung
  • Detailprüfung alle zwei Jahre

Inhalt und Umfang der einzelnen Prüfungsmaßnahmen sind in den folgenden Abschnitten detailliert erläutert.

Regelmäßige Maßnahmen bei der Verwendung von Auffangwannen

Zu den regelmäßigen Prüfungsmaßnahmen nach dem WHG fällt insbesondere die Vorschrift, dass alle Auffangwannen müssen bei der Benutzung im Unternehmen frei von Wasser oder Schmutz gehalten werden müssen. Ebenso sind Beschädigungen am Oberflächenschutz (wie der Lackierung oder Pulverbeschichtung bei den häufig eingesetzten Stahl-Auffangwannen) umgehend zu beseitigen, um eine mögliche Korrosion oder größere Folgeschäden zu vermeiden. Die Pflicht gilt zu jedem Zeitpunkt, so dass man hier von einer kontinuierlichen Prüfungs- bzw. Aufmerksamkeitspflicht nach dem WHG sprechen kann. Die Mitarbeiter eines Unternehmens sind entsprechend zu schulen, damit die notwendige Aufmerksamkeit und Sorgfalt in der täglichen Benutzung vorliegt.

Jede Woche: Sichtprüfung

Neben den den oben genannten kontinuierlichen Maßnahmen im Alltagsbetrieb schreibt das Wasserhaushaltsgesetz WHG eine wöchentliche Sichtprüfung vor. Hier muss eine manuelle Sichtprüfung erfolgen, welche durch eigene Mitarbeiter durchgeführt werden kann. Diese muss nicht explizit dokumentiert werden und dient, ähnlich wie die normale Sorgfalt und Aufmerksamkeit bei der kontinuierlichen Prüfung, dafür, Schäden frühzeitig erkennen und beheben zu können.

Detaillierte Prüfung für Auffangwannen durch Fachbetriebe alle zwei Jahre erforderlich

Zusätzlich zu den bereits beschriebenen kontiniuerlichen und wöchentlichen Maßnahmen müssen Auffangwannen und die darin verwendeten Gitterroste alle zwei Jahre im Detail in Augenschein genommen werden, um Schäden zu identifizieren. Anders als bei den vorher genannten Prüfungen erfolgt diese aber nicht durch die Mitarbeiter des Unternehmens, sondern durch entsprechend qualifizierte und ausgewiesene Fachbetriebe, die in der Regel extern sind.

Dokumentation der Prüfungsergebnisse schützt im Schadensfall

Neben den Prüfungen selbst ist außerdem eine Dokumentation anzufertigen, um die Ergebnisse festhalten zu können, denn gerade im Schadensfall kann sich ein Unternehmen durch eine lückenlose Dokumentation der Auffangwannen-Prüfungen bzgl. der Schuldfrage häufig besserstellen, so dass hier ein besonderes Augenmerk liegen sollte.

Verletzung der Prüfungspflichten 

Kommt ein Unternehmen den oben genannten Prüfungspflichten nicht nach bzw. werden diese nicht ordentlich dokumentiert (so dass die ordnungsgemäße Prüfung im Zweifelsfall nachgewiesen werden kann), können sich daraus für ein Unternehmen ernsthafte Probleme ergeben. Insbesondere im Fall einer Kontamination von Mensch und Umwelt, d.h. Gefahrstoffe sind ausgetreten und wurden durch eine defekte Auffangwanne nicht zurückgehalten, können sowohl von behördlicher Seite Strafen ausgesprochen werden, aber ebenso können Versicherung das Unternehmen in Regress nehmen bzw. leisten erst gar nicht, wenn grobe Fahrlässigkeit bei der Prüfung der Auffangwannen vorliegt.

Schulung der Mitarbeiter für Unternehmen empfehlenswert

Daher ist es für jedes Unternehmen empfehlenswert, die Mitarbeiter entsprechend zu schulen, dass die Auffangwannen nach den Vorgaben geprüft werden und dies auch dokumentiert wird. Ebenso sollte bei den zweijährig fälligen Prüfungen durch zertifizierte Fremdunternehmen auf eine ausführliche Dokumentation geachtet werden. 

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=> Zu den wichtigsten Vorschriften für Auffangwannen

=> Notwendige Volumina von Auffangwannen nach VAwS

=> Informationen zu Stahlwannen-Richtlinie StawaR

=> Zur Gesamtauswahl der Auffangwannen aus Stahl & Kunststoff

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